Mit zwei mitreißenden Veranstaltungen in der Stadthalle präsentierten Schülerinnen und Schüler des TSGs das Kindermusical „Expedition MLK 381“. Beide Aufführungen war gut besucht und begeisterten das Publikum mit Musik, Tanz und einer wichtigen Botschaft über Gleichberechtigung und Menschlichkeit.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King (überzeugend dargestellt von Emma Hirt als Kind sowie Elena Bleza als Erwachsener), der in den 1950er- und 1960er-Jahren eine führende Rolle im Kampf gegen Rassentrennung und Diskriminierung spielte. Der Friedensnobelpreisträger, der 1968 ermordet wurde, setzte sich konsequent für die Rechte der afroamerikanischen Bevölkerung ein – stets mit gewaltfreien Mitteln.
Die Handlung des Musicals führt das Publikum auf eine besondere Reise: Die Freunde Emily, Nina, Navid und Tom (gespielt von Ella Müller, Marie Niebel, Aaron Burger und Nils Schaedler) begegnen auf einem Zeitsprung der geheimnisvollen Köchin Georgia (Gabriella Losso). Sie erzählt ihnen aus dem Leben Martin Luther Kings – von seinen frühen Erfahrungen mit Diskriminierung als schwarzes Schulkind über den 381 Tage dauernden Busboykott, der von Rosa Parks (dargestellt von Lotta Oehl) ausgelöst wurde, bis hin zu seiner berühmten Rede „I have a dream“.
Unter der Leitung von Gabriel Berg und Ulla Schaedler hatten die Beteiligten viel Zeit in das Musical investiert. Über 20 Darsteller aus den Klassen fünf bis sieben probten in der Musical-AG seit September für ihren großen Auftritt. Unterstützt wurden sie im Chor von Sängerinnen und Sängern aus den Klassen fünf und sechs. Die Szenen wurden musikalisch, schauspielerisch und tänzerisch eindrucksvoll umgesetzt. Dabei variierten die Musikbeiträge mit verschiedensten Stilrichtungen wie etwa Blues und Rap, was die fünfköpfige Band (Paul Hermann, Musiklehrer Gabriel Berg, Esther Michel, Patrik Bodonea, Tom Schaedler) brillant meisterte.
Viele weitere Aufgaben auf und hinter der Bühne wurden von Jugendlichen übernommen. Emma Hirt, Hannah Kirner, Emilia Kunz, Lotta Oehl, Jule Oldach und Julian Richter wirkten als Erzähler der Geschichte, die Zehntklässlerinnen Noelle Conzelmann, Leni Räther und Evi Schandelmeier entwickelten die Tanzchoreografien und übten diese auch ein. Um die Lichttechnik kümmerte sich der Achtklässler Johannes Michel.
Die Aufführungen machten deutlich, dass Werte wie Toleranz, Gerechtigkeit und gegenseitiger Respekt nicht selbstverständlich sind, sondern immer wieder aktiv gelebt und verteidigt werden müssen. Dieser Einsatz zahlte sich aus: Das Publikum reagierte immer wieder mit begeistertem Applaus auf die Darbietungen der jungen Künstler.














